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Montag, Dezember 18, 2017

Durchfahrverbot ist unsinnig

Im 3. Zwischenbericht zum Verkehrsentwicklungsplan (VEP) für Friedrichshafen wird auch ein Durchfahrverbot für die Friedrichstrasse erwogen, um den motorisierten Verkehr zurückzudrängen. Das weisen die Freien Demokraten auf ihrer Vorstandsklausur als unsinnigen und unpraktikablen Vorschlag zurück, denn nur über die Friedrichstrasse können mehrere öffentliche und private Parkhäuser angefahren werden.

Die Innenstadt mit Verwaltung, Handel und Gastronomie muss für jeden gut erreichbar sein, egal, welches Verkehrsmittel er wählt, sagt Gaby Lamparsky. Es ist widersinnig, dass im Gemeinderat Szenarien für einen VEP verabschiedet werden sollen, die dazu führen könnten, dass Parkhäuser, die mit Steuergeldern errichtet worden sind, um die Innenstadt als Fußgängerzone zu attraktivieren, abgehängt werden, meint Christian Steffen-Stiehl.

Im VEP müssen realistische Szenarien entwickelt werden, um weniger motorisierten Individualverkehr (MIV) in der Friedrichstrasse zu haben. Eine Prozentzahl, nämlich maximal 50% MIV darf kein Dogma sein. Eine sofortige Entlastung der Friedrichstrasse brächte eine intelligentere Ampelschaltung am Landratsamt, wie schon vom Stadtforum vorgeschlagen. Mittelfristig ließe sich aus FDP-Sicht eine gute Verkehrsentflechtung und -beruhigung durch eine konsequente Einbahnstrassen-Regelung auf Friedrich- und Charlottenstrasse, erreichen, um Raum für Fußgänger und Radfahrer zu gewinnen. Die Regelung müßte ausnahmslos für alle Fahrzeuge, also Busse, LKWs und PKWs, gelten. Auto- und Radverkehr sollten getrennt geführt werden.

Eine Erhöhung von Parkgebühren, mit dem primären Ziel Autofahrern die Fahrt in die Innenstadt zu verleiden, lehnen die Freien Demokraten ab. Es ist auch nicht nötig, da der Fahrradanteil im städtischen Verkehr in Friedrichshafen schon heute mit 25 % recht hoch ausfällt. Darüberhinaus kann die Kalkulation von Parkgebühren und Fahrpreisen politische Aspekte beinhalten, darf aber andererseits die Wirtschaftlichkeit der TWF nicht gänzlich in Frage stellen.

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